Sonne macht krank!

Ohne Sonne, kein Leben. Ist klar. Pflanzen speichern die Energie, die wir zum Leben brauchen. Einige davon können wir direkt essen. Die anderen essen wir indirekt. In Form von tierischen Produkten: Tiere futtern Gras, Blätter und Kräuter, woraus dann die gewaltigen Bakterienstämme in deren noch gewaltigeren Verdauungsapparaten lebensnotwendige Fettsäuren basteln. Und die Mikroben werden dann selbst zum Eiweißlieferanten, werden also verdaut. Hier ein Hinweis am Rande zum „Drauf-rum-kauen“: Tiere sind im Prinzip von Natur aus Low-Carbler. Genau wie wir Menschen. Das beweisen die knapp 200 menschlichen Naturvölker, bei denen Getreide, Kartoffeln und Reis bewiesenermaßen (Quelle: Loren Cordain) nicht den Hauptteil der Nahrung ausmachen.

Vitamin D – das Sonnenhormon

Nicht nur, dass die Sonne somit die Quelle der Nahrung ist: sie produziert auch das lange unterschätzte Vitamin D. Was ja eigentlich gar kein Vitamin ist. Sondern vielmehr ein Hormon (Vitamin D3). Ein Mangel geht mit vielen Krankheiten einher. Blöd, dass ca. 95%(!) eine  Vitamin D-Mangelsituation haben. Insbesondere nach dem Winter und somit den vielen Monaten, in denen die Sonne sehr tief am Horizont stand. Ja, ich war auch so einer, dem Vitamin D nur noch in homöopathischer Dosierung zur Verfügung stand. Mit einem Blutbild lies ich meinen Vitamin D-Mangel bestimmen. Kostete ein paar wenige Euro extra. Gut investiertes Geld, denn ich erschrak furchtbar! Um mein Level schnell zu steigern, lies ich mir von einem Arzt hochdosiertes Vitamin D verschreiben (und war erstaunt, wie preiswert Vitamin D-Öl und somit diese einfache Gesundheitsvorsorge doch sein kann?!).

Natürlich sollst du die Sonne als Vitamin D-Produzent nutzen. Zwei „Hindernisse“ gilt es dann zu überwinden:

  1. Die Jahreszeit ist entscheidend. Nur im späten Frühling bzw. den Sommer über besitzt die Sonne genügend Kraft, um niedrige Vitamin D-Spiegel wieder aufzupäppeln. Wenn die Sonne dann mal scheint…
  2. Du musst dann auch die Sonne an die Haut ranlassen. Und eben nicht mit Sunblocker die Vitamin D-produzierenden UV-Strahlen abwehren.

 

Viel Sonne macht Hautkrebs, heißt es immer wieder. Da beruhigt es nur wenig, wenn es sich in fast allen Fällen um den „gutartigen“, weißen Hautkrebs handelt. Eine pausenlose Bestrahlung in praller Sonne ist selbstverständlich zu viel des Guten und nicht notwendig. Denn schon nach ein paar Minuten mit möglichst viel nackter Haut an der Sonne wird der Körper mit dem Sonnenvitamin verwöhnt.

Mein Tipp: wenn du nicht zwangsläufig sehr lange unter der prallen Sonne verweilen musst (oder willst), dann lass mal die Sonnencreme weg. So oft es geht. Zumal es mich auch immer etwas nervös macht, wenn ich mal in die Liste der Inhaltsstoffe schaue: da finde ich Namen von chemischen Verbindungen, die ich nicht einmal flüssig aussprechen kann. Und das schmieren wir uns auf unser größtes Organ, das die Pampe dann genüsslich ins Innere saugt? Ich fühle mich nicht so wohl damit und bevorzuge deshalb lieber schattige Plätzchen, wenn es mir möglich ist.

Wenn du die Sonnenaufenthaltsdauer steuern kannst, lass die Creme weg. Tanke je nach Hauttyp 10-30 Minuten pralle Sonne mit möglichst viel Hautkontakt, bruzzle in dieser Zeit beide Körperseiten je zur Hälfte. Dann ab in den Schatten. Und dort kannst du dich dann schön mit einem guten Buch entspannen. Zum Beispiel mit meinem „Ich mach mich mal dünn – Neues aus der Problemzone“. Lass die Sonne in dein Herz. Und auf die Haut.