Das Lieblingsgericht der Deutschen? Nudeln! Allen voran Spaghetti Bolognese und Spaghetti in Tomatensauce. (Diese stehen Currywurst und Schnitzel mit Pommes an Beliebtheit in nichts nach!) Anlass genug der Pasta einen eigenen Festtag zu widmen: Heute ist Weltnudeltag! 1995 von 40 internationalen Pasta-Produzenten ins Leben gerufen, dreht sich heute bereits zum 16. Mal alles um die Nudel.
Davon verzehren wir Deutschen pro Kopf durchschnittlich 8 Kilo im Jahr. Klingt viel, sind aber nur 16 Packungen Spaghetti in 365 Tagen. Das ist noch im Rahmen verglichen mit den Italienern. Sie vertilgen zwischen 25-30 Kilo im Jahr. Klar, da kommen sie ja auch her. Jein, das stimmt so nicht ganz. Das älteste bekannte Nudelrezept stammt nämlich aus China, wo Nudeln nachweislich bereits vor 4000 Jahren aus Weizenmehl, Eiern und Wasser zubereitet und als Suppe serviert wurden.
Wahrscheinlich waren es die Griechen ca 400 vor Christus, die davon Wind bekommen haben und die Nudel nach Italien brachten. Besonders in Sizilien und Neapel entwickelte sich die Teigspeise aus Hartweizengrieß immer weiter. Der Rest war nur noch reine Formsache: Inzwischen gibt es Nudeln in über 200 Formen. Als eine der ersten Pasta-Speisen gelten die Maccharoni und die Lasagne. Bei uns Hoch im Kurs sind besagte Spaghetti, Spiralnudeln und Bandnudeln.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Sorten von Nudeln: solche aus Hartweizengrieß und solche, die aus Mehl und Eiern hergestellt werden. Dass Pasta mittlerweile zum Grundnahrungsmittel gehört, zeigt folgende Tatsache: Weltweit 10 Prozent allen angebauten Weizens trägt den Namen „Triticum durum“, Hartweizengrieß.
Das Manko: Pasta schmeckt lecker, besteht aber zu 70 Prozent aus komplexen Kohlenhydraten. Die können sich relativ schnell in Hüftspeck umwandeln, wenn wir es mit dem Pasta-Verzehr übertreiben. Aber wie alles im Leben kommt es hier auch auf die Kombination und das richtige Timing an. Pasta mit fetthaltiger Käse-Sahnesauce setzt unserer Figur um einiges mehr zu als Vollkornnudeln mit frischer, reiner Tomatensauce. Die dunkle Vollkornnudel-Variante ist auch jeden Fall die gesündere Wahl, weil hier die „guten Kohlenhydrate“ am Werk sind und diese den Blutzuckerspiegel längst nicht so rasant ansteigen lassen wie ihre hellen Nudel-Kollegen. Die beste Zeit für Pasta-Genuss: am Mittag und nicht am Abend! Mittags brauchen wir Energie für den Tag, sind aktiv und haben auch noch Zeit zum verbrennen. Am Abend sollte man auf mehr Eiweiß und relativ wenige Kohlenhydrate setzen.
Doch heute machen wir mal eine Ausnahme. Schließlich ist heute Weltnudeltag! Guten Appetit!


