Grundsätzlich sinkt bei Krankheit der Gesamtenergieumsatz: Wer weniger krank ist, bewegt sich weniger und liegt evtl. sogar im Bett, womit Sport und Bewegung komplett flach fallen. Das heißt, es wird weniger Energie benötigt bzw. wird diese vor allem dafür gebraucht, die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten und die Genesung voran zu treiben. Es kommt also darauf an, die Energieaufnahme an den Verbrauch anzupassen.
Meist regelt der Körper das von ganz alleine. Bei einem akuten Infekt – einer starken Erkältung oder Grippe – ist der Appetit automatisch eingeschränkt. Darauf kann man sich mit gutem Gewissen verlassen. Denn das Abwehrsystem hat genug zu tun, also sollte der Körper geschont werden. Vor allem bei Fieber verweigert der Körper oft die Nahrung, trinken ist in diesem Fall viel wichtiger. Ansonsten sind frisches Obst, rohes oder gedünstetes Gemüse und Suppen die perfekten Wiedergesundmacher. Besonders in Hühnersuppen, möglichst selbst gekocht, sind Inhaltsstoffe zu finden, die bei einem Infekt eine sinnvolle Unterstützung leisten können. Löffel für Löffel langsam gegessen, wirken sich die in der Suppe befindlichen Vitalstoffe positiv auf die gereizten Schleimhäute im Mund und Rachen aus und können bei Halsschmerzen zu einer Linderung verhelfen. Wer die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe noch steigern will, kann ein Stück Ingwerwurzel, etwas Chili und eine Handvoll schwarze Bohnen mitkochen.
Bei einem bestehenden Infekt ist zudem der Eiweißbedarf erhöht. Fisch oder mageres Fleisch sind dann gute Eiweißlieferanten. Auch ein Eiweißshake mit tiefgefrorenen Früchten ist eine Möglichkeit – das kühlt zusätzlich den Hals bei Atemwegsinfekten. Kohlenhydrate spielen, außer bei vitaminreichem Obst, keine große Rolle, können aber zum Beispiel in Form von Nudeln in der Hühnersuppe als Sättigungseinlage bei sonstiger Appetitlosigkeit helfen.
Heilungsprozesse (bei Knochenbrüchen und vor allem bei schweren Verbrennungen) erhöhen den Energieverbrauch, im akuten Fall wird das aber vom Krankenhauspersonal entsprechend aufgefangen. Wer aber nur bewegungsunfähig bzw. bettlägerig ist, ist mit einer leichten Kost mit Obst, Gemüse und Eiweiß aus fettarmen Milchprodukten, Fisch und Geflügel und maßvollem Einsatz von Kohlenhydraten aus Vollkorn (à la Heizmann, also morgens bis mittags) auf der sicheren Seite, sein Gewicht zu halten.
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